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GINA PIETSCH singt Brecht

Das Land, in dem Brecht die letzten neun Jahre seines Leben arbeitete – die DDR. Um uns selber müssen wir uns selber kümmern – Brechtsche Binsenweisheit aus seinem kleinen „Aufbaulied der FDJ“ von 1948 und doch Stein des Anstoßes und Beginn einer ärgerlichen Reihe von Querelen, besonders mit dem damaligen Berliner FDJ-Sekretär Erich Honecker, der Brecht in besonderer Weise Steine in den Weg legte bei dessen „Mühen der Ebene“. Diese reichen bis in die Buckower Jahre, in der die Natur nötiger wird zur Regenerierung der eigenen. Es sind schwierige Zeiten um den 17. Juni herum, die Anlässe genug zu Elegien geben. Buckower Elegien eben, in der DDR missdeutet, im Westen kaum verstanden. Drei Jahre schreibt er da noch, lehrt, inszeniert, organisiert, mischt sich ein in Politik, selten zur Freude der Herrschenden, macht Vorschläge, die hin und wieder angenommen werden, schafft ein neues Theater, das eine neue Gesellschaft befördern helfen soll und das Weltgeltung erzielt. Im Mai ’56 lassen die Kräfte nach. Die Macherinnen Gina Pietsch (Gesang) und Christine Reumschüssel singen und erzählen davon in Pietschs 19. Brecht-Abend.
GINA PIETSCH & CHRISTINE REUMSCHÜSSEL
UM UNS SELBER MÜSSEN WIR UNS SELBER KÜMMERN
Brecht und die DDR

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